Wie kann man den Bewusstseinswandel verstehen, den wir gegen­wärtig in Europa erleben, wo liegen die Ursprünge und wie kann ich mich dazu stellen? In der vielfältig ausgerichteten wissenschaft­lichen Arbeit des Instituts hat diese Frage immer mehr Gewicht bekommen. Und dem kam etwas entgegen: es wurden Fragen aus der Alltags­praxis an das Institut gestellt:

Durch Anfragen von Wirtschaftsunternehmen und gemeinnützigen Organisationen, wie man neue Formen der Zusammenarbeit und Führung finden könne, wurden aus Erkenntnisfragen allmählich Handlungs- und Gestaltungsanliegen. Die seither am Institut erar­beitete „Dialogische Führung“/„Dialogische Unter­nehmenskultur“ hat uns in eine rege und enge Zusammenarbeit mit Unternehmen und Organisationen gebracht.

Vor einigen Jahren wurde dem Institut eine Pädagogische Akademie angegliedert, die in ähnlichem Sinne Fragen der kollegialen Selbst­verwaltung, aber auch solche der freiheitlichen Pädagogik erarbeitet.

Der wissenschaftlichen Arbeit kommt von je her ein besonderer Stellenwert zu: sie bildet die Grundlage und das notwendige Gegenstück unseres praktischen Wirkens. In deren Zentrum stehen nach wie vor philosophische Fragen, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung einer individualistischen Ethik in der Gegenwart und Fragen der Entwicklung einer spirituellen Psychologie. Von Anfang an hat sich dabei die Anthroposophie Rudolf Steiners als fruchtbare Herausforderung erwiesen.

Ergebnisse werden in Publikationen und Veranstaltungen bekannt gemacht und diskutiert.